Vielfach wird Regionalentwicklung mit Regionalplanung verwechselt. Während unter letzterem die klassischen Ansätze der Planung von Entwicklungsprozessen (Verkehrs- und Siedlungsplanung, Flächennutzungs- und Landschaftsplanung) verstanden werden, setzt die Regionalentwicklung einen Teil dieser theoretischen Planungen in die Praxis um.
Während es für Siedlungs- oder Landschaftsplanung schon immer
auch eine konkrete Umsetzungsplanung gab, entfiel dies bislang für Ansätze
wie die Entwicklung ländlicher Regionen, die Konkretisierung von Leitbildprozessen
oder die Inszenierung von themenspezifischen Profilierungen von Regionen.
Diese Lücke füllt heute die Regionalentwicklung. Mit ihr werden
unter sehr breiter und meist unmittelbarer Beteiligung – im Gegensatz
zur Regionalplanung – der Bevölkerung die Schritte eingeleitet,
die vom theoretischen Ansatz zur praktischen Umsetzung führen.
In diesem Sinne hat sich die Regionalentwicklung als ein unverzichtbarer Bestandteil der Basisdemokratie etabliert und dazu beigetragen, dass heute den vielfältigen Planungsprozessen weit weniger Skepsis entgegengebracht wird, als noch vor einem oder zwei Jahrzehnten.